Frage 202110044 von 1458 · Heilpraktikerprüfung

Eine 70-jährige Patientin gibt an, dass sie seit 3 Stunden plötzlich auf einem Auge nichts mehr sehe. Schmerzen werden nicht beklagt. Bei der Untersuchung zeigt das gesunde Auge keine Besonderheiten, auf dem betroffenen Auge wird völlige Blindheit angegeben. Bei vorsichtigem Druck mit den Fingern auf den Bulbus zeigt sich, ebenso wie beim äußeren Ansehen des betroffenen Auges, ein unauffälliger Befund. Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu? 1. Das wahrscheinlichste ist ein akuter Glaukomanfall 2. Bei Ausbleiben einer zeitnahen Therapie droht irreversible Blindheit 3. Die richtige Therapie ist die sofortige Enukleation (Entfernung) des Auges in einer Fachklinik 4. Die Symptomatik deutet auf eine Embolie der A. centralis retinae (Zentralarterienverschluss) hin 5. Eine Auskultation des Herzens kann einen Hinweis auf die Ursache geben

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Richtige Antwort zu Frage 202110044

  • E: nur 2, 4 und 5 sind richtig

Erklärung

Plötzlicher, schmerzloser einseitiger Visusverlust bei reizlosem Auge mit weichem Bulbus spricht für einen Zentralarterienverschluss, meist embolisch (4). Ohne zeitnahe Therapie droht bleibende Erblindung (2), und die Herzauskultation kann eine Emboliequelle zeigen, etwa Vorhofflimmern oder Klappenfehler (5). Ein Glaukomanfall ist schmerzhaft mit hartem Bulbus (1 falsch). Eine Enukleation ist nicht indiziert (3 falsch).

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