Frage 202510160 von 1458 · Heilpraktikerprüfung

Zu Ihnen kommt ein Ihnen schon längere Zeit bekannter Patient und beklagt seit Wochen eine zunehmende Antriebslosigkeit. Er sagt, dass er morgens nur schwer aus dem Bett komme. Alles falle ihm schwer, er müsse den ganzen Tag über grübeln, hätte zu nichts mehr Lust. Aufgrund verschiedener Krankheiten nimmt er die folgenden Arzneimittel ein: Metformin 1000 mg, 1-0-1-0/Tag Ramipril 5 mg 1-0-0-0/Tag Marcumar® (Phenprocoumon) nach INR Sie vermuten eine depressive Episode und möchten medikamentös mit Johanniskraut eine Linderung der Beschwerden erzielen. Welche Aussagen zur Anwendung von Johanniskraut sind richtig? Wählen Sie zwei Antworten!

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Richtige Antworten zu Frage 202510160

  • A: Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker dürfen bei Vorliegen leichter depressiver Zustände und depressiver Verstimmungszuständen Johanniskrautpräparate verordnen.
  • B: Während der Einnahme von Johanniskrautpräparaten sollte eine intensive UV- Bestrahlung vermieden werden.

Erklärung

Johanniskraut darf bei leichten depressiven Verstimmungen auch von Heilpraktikern eingesetzt werden (A), und es macht lichtempfindlich, deshalb sollte starke UV-Bestrahlung vermieden werden (B). Johanniskraut induziert Leberenzyme und schwächt unter anderem die Wirkung von Phenprocoumon ab, besondere Maßnahmen sind also nötig (C). Schwere Depressionen gehören in ärztliche Behandlung, und die Kombination mit SSRI birgt die Gefahr eines Serotoninsyndroms (D). Die Wirkung setzt wie bei klassischen Antidepressiva erst nach etwa zwei Wochen ein (E).

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