Frage 202010115 von 1212 · Heilpraktikerprüfung Psychotherapie

Eine Patientin mit einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (BPS) stellt sich nach einem stationären Klinikaufenthalt im nahegelegenen psychiatrischen Krankenhaus in Ihrer Praxis vor mit dem Wunsch zur Durchführung von Psychotherapie. Dem vorgelegten Arztbrief entnehmen Sie, dass die Patientin im klinischen Setting sehr von der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) profitiert habe. Welche der folgenden Aussagen zur dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) treffen zu? 1. Die DBT integriert Techniken aus der Verhaltenstherapie (VT), der humanistischen Therapie, der psychodynamischen Therapie und der ZEN-Meditation 2. Die DBT findet in erster Linie in der Behandlung schwerer komorbider Störungen (z.B. akute Drogenintoxikationen) von Patienten mit BPS Anwendung. 3. Die DBT ist bei chronisch suizidalen Patienten mit BPS kontraindiziert 4. Die DBT wird u.a. als Fertigkeitentraining (sog. interaktives Skillstraining) durchgeführt 5. Die Wirksamkeit der DBT bei Patienten mit BPS ist wissenschaftlich belegt

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Richtige Antwort zu Frage 202010115

  • D: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

Erklärung

Die DBT nach Linehan integriert Techniken aus Verhaltenstherapie, humanistischer und psychodynamischer Therapie sowie Zen Meditation (1), nutzt ein Fertigkeitentraining (Skillstraining) (4), und ihre Wirksamkeit bei der Borderline Störung ist belegt (5). Sie ist gerade für chronisch suizidale Patienten entwickelt worden (3 falsch) und nicht primär für akute Intoxikationen gedacht (2 falsch).

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