Frage 202310211 von 1212 · Heilpraktikerprüfung Psychotherapie
Welche der folgenden Aussagen zur psychiatrisch-psychotherapeutischen Diagnostik treffen zu? 1. In der Anamnese sollte auch immer nach körperlichen Vorerkrankungen gefragt werden 2. Zu einer vollständigen Anamnese gehört auch die Sexualanamnese 3. Nach Suizidalität sollte nicht im Erstgespräch gefragt werden, da noch keine Vertrauensbasis zwischen Patient und Behandler besteht 4. Die Beurteilung der Affektivität und des Antriebs sind wichtige Inhalte des psychopathologischen Befundes 5. Anamnese, eigene Beobachtung des Untersuchers sowie gegebenenfalls fremdanamnestische Daten sind Grundlage der Befunderhebung
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Richtige Antwort zu Frage 202310211
- D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
Erklärung
Zur Anamnese gehören körperliche Vorerkrankungen (1) und die Sexualanamnese (2). Der psychopathologische Befund umfasst Affektivität und Antrieb (4) und stützt sich auf Anamnese, Beobachtung und ggf. Fremdanamnese (5). Aussage 3 ist falsch: Nach Suizidalität soll offen gefragt werden, auch im Erstgespräch, das Fragen erhöht das Risiko nicht.
Weitere Fragen: Psychopathologie und Diagnostik
- 202403115Welche Aussage ist falsch?
- 202403117Welche der nachgenannten Aussagen über Inhalte des psychopathologischen Befundes sind richtig? 1. Unter Perseveration versteht man pausenloses Reden mit plötzlichen Sprüngen von Thema zu Thema. 2. Unter Inkohärenz versteht man das Haftenbleiben an zuvor verwendeten Denkinhalten, Worten und Sätzen 3. Die Ideenflucht gehört zu den formalen Denkstörungen 4. Inhaltliche Denkstörungen zeichnen sich durch irreale, pathologische Abweichungen des Denkens aus. 5. Halluzinationen gehören zu den Wahrnehmungsstörungen
- 202403118Welche der nachgenannten Aussagen sind richtig? 1. Zu den qualitativen Bewusstseinsstörungen gehören die Bewusstseinstrübung, die Bewusstseinseinengung und die Bewusstseinsverschiebung. 2. Die Fragen: „Welches Datum haben wir heute?“, „Ich welcher Stadt sind wir?“, „Wann wurden Sie geboren?“ und „Wo wohnen Sie?“ dienen der Abklärung von Orientierungsstörungen. 3. Déja-vu und Jamais-vu gehören zu den Paramnesien 4. Die Unfähigkeit, Freude zu empfinden, bezeichnet man als Anhedonie 5. Ein Patient sagt Ihnen: „Meine Gedanken werden angezapft und sind dann wie abgezogen. Das merke ich an einem starken Druck im Kopf. Dies geschieht mit speziellen Mikrophonen, mit denen soll ich abgehört werden.“ Sie erkennen darin einen Gedankenentzug, der auf eine Ich-Störung hinweist.
- 202403120Welche der nachgenannten Aussagen sind richtig? 1. Bei einer Dysthymie können sich depressive und manische Episoden abwechseln 2. Man unterscheidet verschiedene Arten von Halluzinationen, z.B. die akustischen, die optischen und die körperbezogenen Halluzinationen 3. Bei einem Wahn handelt es sich um eine nicht korrigierbare, fehlerhafte Beurteilung der Wirklichkeit 4. Zu den formalen Denkstörungen zählen die Ideenflucht, die Inkohärenz und die Neologismen 5. Die illusionäre Verkennung gehört nicht zu den inhaltlichen Denkstörungen
- 202410110Welche Aussage ist richtig?
- 202410116Welche Aussagen zur Gesprächsführung mit Patientinnen / Patienten treffen zu? 1. Zu Beginn des Gesprächs sollten zunächst geschlossene Fragen gestellt werden, um rasch zu erfahren, warum die Patientin / der Patient eine Heilpraktikerin / einen Heilpraktiker aufsucht. 2. Offene Fragen sind im Anamnesegespräch nicht üblich. 3. Suggestivfragen sind zu vermeiden. 4. Abwertende Bemerkungen sollten vermieden werden. 5. Allgemeine Aussagen wie „ich habe überall Schmerzen“ müssen durch gezieltes Nachfragen eingegrenzt werden.