Frage 202310213 von 1212 · Heilpraktikerprüfung Psychotherapie

Eine Patientin mit einer Suchterkrankung stellt sich nach einem stationären Klinikaufenthalt in ihrer Praxis vor mit dem Wunsch zur Durchführung einer Psychotherapie. Sie ist aktuell schwanger. Welche Aussagen zu den Störungen treffen zu? 1. Das Risiko für Fehl- und Totgeburten sowie körperliche und geistige Schädigungen des Kindes ist bei Straßenheroinkonsum in der Schwangerschaft erhöht. 2. Substitutionsbehandlung gilt in der Schwangerschaft als Behandlung der ersten Wahl. 3. Mischkonsum mit anderen Drogen wie z. B. Benzodiazepinen oder anderen beruhigenden Substanzen birgt die Gefahr eines Atemstillstandes durch Lähmung des Atemzentrums. 4. Der schädigende Effekt von Alkohol auf das Ungeborene wird potenziert durch Amphetamine oder multiplen Drogenabusus. 5. Frauen, die im ersten und zweiten Trimenon Alkohol trinken haben kein Risiko, ein Kind mit FAS (fetalem Alkoholsyndrom) zu gebären.

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Richtige Antwort zu Frage 202310213

  • D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

Erklärung

Straßenheroin erhöht in der Schwangerschaft das Risiko für Fehl- und Totgeburten und kindliche Schäden (1), die Substitution gilt als Behandlung der ersten Wahl (2). Beruhigende Substanzen wie Benzodiazepine zusammen mit Opioiden können das Atemzentrum lähmen (3), und Mischkonsum verstärkt die Schädigung durch Alkohol (4). Aussage 5 ist falsch: Alkohol in jedem Trimenon kann ein fetales Alkoholsyndrom verursachen, eine sichere Menge gibt es nicht.

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