Frage 201610103 von 1458 · Heilpraktikerprüfung

Ein 26-jähriger Mann stellt sich vor mit Taubheitsgefühl in der linken Wange, Schlafstörungen und Herzrasen. Er sei bereits bei mehreren Ärzten gewesen und keiner habe eine organische Ursache für seine Beschwerden gefunden. Vor 4 Wochen habe sich seine langjährige Lebensgefährtin von ihm getrennt und er stecke mitten in den Vorbereitungen zur Studienabschlussprüfung. In den letzten 2 Wochen haben die Beschwerden deutlich zugenommen. Welche der folgenden Aussagen zum weiteren Vorgehen trifft (treffen) zu? 1. Sie erheben eine ausführliche Anamnese, einschließlich psychiatrischer Vorgeschichte und 2. Sozialanamnese Sie erarbeiten mit dem Patienten einen Notfallplan, was er tun kann, wenn diese Symptome 3. akut auftreten (z.B. Ansprechpartner, Entspannungstechniken) Sie fragen nach selbstverletzendem Verhalten und Selbstmordgedanken 4. Sie beantragen beim Gericht eine sofortige Unterbringung in einer geschlossenen 5. psychiatrischen Klinik Sie erläutern dem Patienten, dass es sich bei ihm wahrscheinlich um eine Angststörung handelt,

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Richtige Antwort zu Frage 201610103

  • D: nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig

Erklärung

Bei unklaren Beschwerden ohne organischen Befund und mit belastendem Auslöser sind eine ausführliche Anamnese (1), ein Notfallplan für akute Symptome (2), die Frage nach Suizidgedanken und Selbstverletzung (3) und die Erklärung einer wahrscheinlichen Angststörung (5) sinnvoll. Eine sofortige Unterbringung beim Gericht (4) wäre unverhältnismäßig, da keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht und ein Heilpraktiker sie ohnehin nicht beantragt.

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