Frage 202103209 von 1458 · Heilpraktikerprüfung

Eine junge Frau, die wegen einer Migräne in Behandlung ist, berichtet, dass sie auf dem linken Auge für einige Tage eine Sehstörung hatte (wie durch Schleier gesehen, Farben nicht so kräftig wie auf anderem Auge). Zudem habe sie gelegentlich eine Sensibilitätsstörung im linken Fuß, die aber auch immer wieder vergehe. In letzter Zeit habe sie vermehrt Streß. Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu? 1. Bei bekannter Migräne sind die Beschwerden darauf zurückzuführen; man kann die Patientin beruhigen 2. Die Rückbildung der Beschwerden läßt auf eine harmlose Ursache schließen 3. Die geschilderten Beschwerden könnten zu einer Multiplen Sklerose passen 4. Es sollte eine neurologische Abklärung erfolgen 5. Die junge Frau hat wahrscheinlich psychische Probleme und sollte sich primär in einer psychiatrischen Fachklinik vorstellen

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Richtige Antwort zu Frage 202103209

  • C: nur 3 und 4 sind richtig

Erklärung

Eine flüchtige einseitige Sehstörung (Optikusneuritis) plus wechselnde Sensibilitätsstörungen sind verdächtig auf eine Multiple Sklerose (3), deshalb ist eine neurologische Abklärung nötig (4). Dass sich die Beschwerden zurückbilden, ist bei MS typisch (schubförmig) und spricht nicht für eine harmlose Ursache. Die Migräne erklärt die Symptome nicht (1), und eine psychiatrische Vorstellung (5) ist unpassend.

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