Frage 202603207 von 1212 · Heilpraktikerprüfung Psychotherapie

Herr L., 24 Jahre, wird von seiner Schwester vorgestellt. Seit ca. 3 Monaten wirke er zunehmend zurückgezogen, spreche wenig und reagiere oft verspätet auf Fragen. Weiter gibt die Schwester ergänzend an, ihr Bruder wirke manchmal „verängstigt“ und sei misstrauisch gegenüber Fremden. Der Patient selbst berichtet, Stimmen zu hören, die ihm sagen würden, er sei „schlecht“ und dass er überzeugt sei, dass andere ihn beobachten würden. In der Arbeit falle es ihm schwer, Aufgaben zu planen oder zu Ende zu bringen. Welche der folgenden Diagnosen kommen am ehesten in Betracht? 1. Paranoide Schizophrenie 2. Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen 3. Schizoaffektive Störung 4. Bipolare affektive Störung, manische Episode 5. Angststörung

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Richtige Antwort zu Frage 202603207

  • D: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

Erklärung

Rückzug, Verlangsamung, Stimmenhören und Beobachtungsideen bei einem 24-Jährigen sprechen für paranoide Schizophrenie (1). Differenzialdiagnostisch kommen eine schwere Depression mit psychotischen Symptomen (2) und eine schizoaffektive Störung (3) in Frage. Eine Manie passt nicht zum Rückzug, und eine Angststörung erklärt die Halluzinationen nicht.

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