Frage 202310206 von 1212 · Heilpraktikerprüfung Psychotherapie
Welche Aussagen zu substanzinduzierten psychotischen Störungen und Schizophrenien (nach ICD-10) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
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Richtige Antworten zu Frage 202310206
- C: Wenn eine akute Intoxikation mit einer halluzinogenen Substanz zu Wahrnehmungsstörungen führt, ist dies nicht als substanzinduzierte psychotische Störung zu werten
- E: Optische Halluzinationen bei einem Entzugsdelir dürfen nicht als substanzinduzierte psychotische Störung verschlüsselt werden
Erklärung
Wahrnehmungsstörungen während einer akuten Intoxikation mit halluzinogenen Substanzen gelten als Teil der Intoxikation und nicht als substanzinduzierte psychotische Störung (C). Optische Halluzinationen beim Entzugsdelir gehören zum Delir und werden nicht gesondert als psychotische Störung verschlüsselt (E). THC erhöht das Psychoserisiko (A), und eine Schizophrenie kann auch bei Beikonsum diagnostiziert werden (D). Die Dauer von 4 Wochen allein erzwingt keine Umdiagnose (B).
Weitere Fragen: Sucht
- 202310207Eine Patientin mit einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ stellt sich nach einem stationären Klinikaufenthalt in Ihrer Praxis vor mit dem Wunsch zur Durchführung einer Psychotherapie. Dem vorgelegten Arztbrief entnehmen sie unter anderem, dass die Patientin in der Vergangenheit Heroin konsumiert habe. Welche Aussagen zu Störungen durch Opioide treffen zu? 1. Ängste, Anspannungen, depressive Gefühle, Selbstwertprobleme werden durch den Konsum von Opioiden unterdrückt. 2. Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie dürfen keine Suchtberatung durchführen. 3. Depressive Verstimmung, Antriebs- und Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Persönlichkeitsveränderungen können als psychische Folgeschäden eines Opioid-/Heroinkonsums auftreten. 4. Ein Opioid Entzug ist deutlich weniger gefährlich als ein Alkoholentzug, sollte aber sinnvollerweise von Anfang an therapeutisch begleitet werden. 5. Die psychische Abhängigkeit kann nach dem körperlichen Entzug noch über Wochen weiterbestehen.
- 202310213Eine Patientin mit einer Suchterkrankung stellt sich nach einem stationären Klinikaufenthalt in ihrer Praxis vor mit dem Wunsch zur Durchführung einer Psychotherapie. Sie ist aktuell schwanger. Welche Aussagen zu den Störungen treffen zu? 1. Das Risiko für Fehl- und Totgeburten sowie körperliche und geistige Schädigungen des Kindes ist bei Straßenheroinkonsum in der Schwangerschaft erhöht. 2. Substitutionsbehandlung gilt in der Schwangerschaft als Behandlung der ersten Wahl. 3. Mischkonsum mit anderen Drogen wie z. B. Benzodiazepinen oder anderen beruhigenden Substanzen birgt die Gefahr eines Atemstillstandes durch Lähmung des Atemzentrums. 4. Der schädigende Effekt von Alkohol auf das Ungeborene wird potenziert durch Amphetamine oder multiplen Drogenabusus. 5. Frauen, die im ersten und zweiten Trimenon Alkohol trinken haben kein Risiko, ein Kind mit FAS (fetalem Alkoholsyndrom) zu gebären.
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- 202410102Welche der folgenden Aussagen über „Neue psychoaktive Stoffe“ (NPS) treffen zu? 1. NPS sind in der Regel harmlos, weil es sich nicht um echte Drogen handelt. 2. NPS werden häufiger als „Kräutermischung“ oder „Badesalze“ angeboten. 3. Durch das Verbot ganzer Stoffgruppen wird die legale Einführung von NPS erschwert. 4. NPS gelten als sichere Ergänzung einer Psychotherapie, da sie tranceähnliche Zustände auslösen können. 5. Als NPS finden unter anderem synthetische Cannabinoide, Phenethylamine und Cathinone Anwendung.
- 202410103Welche Aussage ist falsch?