Frage 202410125 von 1212 · Heilpraktikerprüfung Psychotherapie
Eine 23-jährige Frau äußert Ihnen gegenüber, dass sie immer wieder nachgenannte Gedanken habe: „Hoffentlich blamiere ich mich nicht.“ „Was denken die anderen über mich?“ „Gleich lachen die mich aus.“ „Was sage ich bloß, wenn ich meine Kollegen treffe?“ „Ich werde dastehen wie ein Trottel.“ „Das halte ich nicht aus. Ich muss hier raus.“ Welche der folgenden psychischen Störungen liegt hier am ehesten vor?
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Richtige Antwort zu Frage 202410125
- B: Soziale Phobie
Erklärung
Die Gedanken drehen sich um Blamage, Beschämung und die Bewertung durch andere in sozialen Situationen, verbunden mit dem Drang zu fliehen. Das ist typisch für die soziale Phobie. Bei der Agoraphobie steht die Angst vor Plätzen, Menschenmengen und Reisen im Vordergrund. Zwangsstörung, hebephrene Schizophrenie und PTBS passen nicht zu diesen Befürchtungen.
Weitere Fragen: Angst-, Zwangs- und Belastungsstörungen
- 202503125Bei Klienten mit Hypochondrie findet sich oftmals sogenanntes „Checking-Verhalten“, dem eine krankheitsaufrechterhaltende Funktion zugeschrieben wird. Welche der folgenden Beispiele fallen am ehesten unter „Checking-Verhalten“? Wählen Sie zwei Antworten!
- 202510101Eine Ihnen bekannte Patientin mit rezidivierenden depressiven Episoden stellt sich mit folgenden Beschwerden vor: Seit wenigen Wochen leide sie mehrfach täglich unter Herzrasen und Schweißausbrüchen. Bei der Begrüßung sagt sie: „Jetzt habe ich wohl auch noch eine Angststörung. War wohl nur eine Frage der Zeit… Ich wäre froh, wenn wir auf die Vorstellung beim Hausarzt verzichten können, dort ist es so schwierig Termine zu bekommen und es ist ja bei mir alles klar.“ Welche der folgenden Aussagen trifft bzw. treffen zu? 1. Bei Vorliegen einer Symptomatik, die eindeutig einer psychischen Erkrankung zugeordnet werden kann, ist eine somatische Abklärung entbehrlich. 2. Somatische Differentialdiagnosen bei der beschriebenen Symptomatik sind unter anderen das Phächromozytom und die Hyperthyreose. 3. Körperliche Beschwerden wie Schweißausbrüchen, Herzrasen, aber auch Verspannungen, Schwindelgefühl und Bauchschmerzen können bei einer generalisierten Angststörung auftreten. 4. Behandlungsziel sollte das Erkennen und Vermeiden von angstauslösenden Situationen sein. 5. Zur Therapie einer generalisierten Angststörung eignet sich unter andrem eine sogenannte Exposition in sensu.
- 202510104Ein 42-jähriger Mann wird in einer fremden Stadt von der Polizei aufgegriffen. Er kann sich weder an seinen Namen noch an seinen Wohnort erinnern, wirkt jedoch äußerlich ruhig und orientiert. In der Befragung gibt er an, nicht zu wissen, wie er an diesen Ort gekommen sei. Es gibt keine Hinweise auf eine organische Ursache oder Substanzmissbrauch. Später stellt sich heraus, dass er seit mehreren Tagen von seiner Familie vermisst wurde und offenbar ohne erkennbare Absicht seinen Wohnort verlassen hat. Welche Diagnose trifft am wahrscheinlichsten zu?
- 202510123Ein 34-jähriger Patient mit einem schweren Waschzwang sucht therapeutische Hilfe. Neben kognitiven Methoden planen Sie Expositionstherapie mit Reaktionsmanagement einzusetzen. Welche der folgenden zur Expositionstherapie mit Reaktionsmanagement sind dabei am ehesten zutreffend? Wählen Sie zwei Antworten!
- 202510126Welche der folgenden Aussagen zum sekundären Krankheitsgewinn sind korrekt? Wählen Sie zwei Antworten!
- 202510127Welche Antworten zur posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind richtig? 1. Intrusionen gehören zu den Diagnosekriterien der PTBS. 2. Der Betroffene sucht die Nähe zu Situationen, die an das traumatisierende Ereignis erinnern. 3. Es kann zusätzlich zu Anzeichen einer Depersonalisation oder Derealisation kommen. 4. Die Diagnose einer PTBS ist erschwert bei Vorliegen einer Depression. 5. Wichtiges Kriterium in der Behandlung ist die frühe Konfrontation mit dem traumatisierenden Erlebnis.