Frage 202510101 von 1212 · Heilpraktikerprüfung Psychotherapie
Eine Ihnen bekannte Patientin mit rezidivierenden depressiven Episoden stellt sich mit folgenden Beschwerden vor: Seit wenigen Wochen leide sie mehrfach täglich unter Herzrasen und Schweißausbrüchen. Bei der Begrüßung sagt sie: „Jetzt habe ich wohl auch noch eine Angststörung. War wohl nur eine Frage der Zeit… Ich wäre froh, wenn wir auf die Vorstellung beim Hausarzt verzichten können, dort ist es so schwierig Termine zu bekommen und es ist ja bei mir alles klar.“ Welche der folgenden Aussagen trifft bzw. treffen zu? 1. Bei Vorliegen einer Symptomatik, die eindeutig einer psychischen Erkrankung zugeordnet werden kann, ist eine somatische Abklärung entbehrlich. 2. Somatische Differentialdiagnosen bei der beschriebenen Symptomatik sind unter anderen das Phächromozytom und die Hyperthyreose. 3. Körperliche Beschwerden wie Schweißausbrüchen, Herzrasen, aber auch Verspannungen, Schwindelgefühl und Bauchschmerzen können bei einer generalisierten Angststörung auftreten. 4. Behandlungsziel sollte das Erkennen und Vermeiden von angstauslösenden Situationen sein. 5. Zur Therapie einer generalisierten Angststörung eignet sich unter andrem eine sogenannte Exposition in sensu.
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Richtige Antwort zu Frage 202510101
- D: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
Erklärung
Herzrasen und Schweißausbrüche können auch Phäochromozytom oder Hyperthyreose anzeigen, deshalb ist eine somatische Abklärung nötig (2 richtig, 1 falsch). Vegetative Symptome gehören zur generalisierten Angststörung (3). Die Exposition in sensu ist dort ein geeignetes Verfahren (5). Behandlungsziel ist nicht das Vermeiden angstauslösender Situationen, denn Vermeidung hält die Angst aufrecht (4 falsch).
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