Frage 202510109 von 1212 · Heilpraktikerprüfung Psychotherapie

Sie behandeln seit 4 Monaten eine 15-jährige Jugendliche, die eine depressive Symptomatik, ein gestörtes Essverhalten und ein Körpergewicht unterhalb des 3. BMI-Perzentils aufweist. Seit Beginn der Behandlung bei Ihnen hat sie nicht zugenommen. In der heutigen Therapiestunde wirkt sie sehr blass. Sie machen sich Sorgen um ihre körperliche Gesundheit. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? 1. Selbstinduziertes Erbrechen sowie Diuretika-Abusus können zu einer metabolischen Alkalose mit Hypokaliämie führen. 2. Die Anorexie gehört zu den psychischen Erkrankungen mit der höchsten Letalität. 3. Eine Labordiagnostik ist bei Patientinnen und Patienten, die an einer Anorexia nervosa leiden und sich in einer begleitenden Psychotherapie befinden, nicht notwendig. 4. Das Refeeding-Syndrom stellt eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation im Rahmen der Therapie einer Anorexia nervosa dar. 5. Antipsychotika zeigen bei Patientinnen und Patienten mit Anorexia nervosa keine Wirkung.

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Richtige Antwort zu Frage 202510109

  • C: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

Erklärung

Erbrechen und Diuretika führen zu metabolischer Alkalose mit Hypokaliämie (1). Die Anorexie hat eine der höchsten Letalitätsraten unter den psychischen Erkrankungen (2), und das Refeeding-Syndrom kann bei der Wiederernährung lebensbedrohlich sein (4). Laborkontrollen sind notwendig (3 falsch), und Antipsychotika können in Einzelfällen Gewichtszunahme unterstützen (5 falsch). Richtig sind also 1, 2 und 4.

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