Frage 202210222 von 1212 · Heilpraktikerprüfung Psychotherapie
Welche der folgenden Aussagen zu Abhängigkeitserkrankungen bzw. abhängigen Verhaltensweisen trifft zu?
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Richtige Antwort zu Frage 202210222
- E: Die Diagnose eines schädlichen Gebrauchs (nach ICD-10) erfordert eine Schädigung der psychischen oder physischen Gesundheit des Betroffenen
Erklärung
Für die Diagnose eines schädlichen Gebrauchs muss nach ICD-10 eine Schädigung der psychischen oder körperlichen Gesundheit vorliegen (E). Abhängigkeit gibt es auch ohne Substanz, etwa beim Glücksspiel (A). Eine Mindesttrinkmenge ist kein Hauptkriterium (B). Polytoxikomanie meint den Konsum mehrerer Substanzen (C), und Kontrollverlust bedeutet verminderte Kontrolle über den Konsum, nicht über das ganze Leben (D).
Weitere Fragen: Sucht
- 202303122Welcher der folgenden Aussagen treffen zu? Ein Abhängigkeitssyndrom (nach ICD-10) ist gekennzeichnet durch: 1. Toleranzentwicklung 2. Entzugssymptome 3. Beendigung des Konsums bei schädlichen Folgen 4. Fähigkeit, den Konsum zu kontrollieren 5. Einengung auf den Substanzkonsum
- 202310202Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Zu den Symptomen bzw. Folgen eines häufigeren und chronischen Cannabiskonsums zählen: 1. Miosis 2. Amotivationales Syndrom 3. Echopsychosen 4. Misstrauisch-dysphorische Verstimmungszustände 5. Schizophrenieartige paranoid-halluzinatorische Psychosen
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- 202310207Eine Patientin mit einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ stellt sich nach einem stationären Klinikaufenthalt in Ihrer Praxis vor mit dem Wunsch zur Durchführung einer Psychotherapie. Dem vorgelegten Arztbrief entnehmen sie unter anderem, dass die Patientin in der Vergangenheit Heroin konsumiert habe. Welche Aussagen zu Störungen durch Opioide treffen zu? 1. Ängste, Anspannungen, depressive Gefühle, Selbstwertprobleme werden durch den Konsum von Opioiden unterdrückt. 2. Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie dürfen keine Suchtberatung durchführen. 3. Depressive Verstimmung, Antriebs- und Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Persönlichkeitsveränderungen können als psychische Folgeschäden eines Opioid-/Heroinkonsums auftreten. 4. Ein Opioid Entzug ist deutlich weniger gefährlich als ein Alkoholentzug, sollte aber sinnvollerweise von Anfang an therapeutisch begleitet werden. 5. Die psychische Abhängigkeit kann nach dem körperlichen Entzug noch über Wochen weiterbestehen.
- 202310213Eine Patientin mit einer Suchterkrankung stellt sich nach einem stationären Klinikaufenthalt in ihrer Praxis vor mit dem Wunsch zur Durchführung einer Psychotherapie. Sie ist aktuell schwanger. Welche Aussagen zu den Störungen treffen zu? 1. Das Risiko für Fehl- und Totgeburten sowie körperliche und geistige Schädigungen des Kindes ist bei Straßenheroinkonsum in der Schwangerschaft erhöht. 2. Substitutionsbehandlung gilt in der Schwangerschaft als Behandlung der ersten Wahl. 3. Mischkonsum mit anderen Drogen wie z. B. Benzodiazepinen oder anderen beruhigenden Substanzen birgt die Gefahr eines Atemstillstandes durch Lähmung des Atemzentrums. 4. Der schädigende Effekt von Alkohol auf das Ungeborene wird potenziert durch Amphetamine oder multiplen Drogenabusus. 5. Frauen, die im ersten und zweiten Trimenon Alkohol trinken haben kein Risiko, ein Kind mit FAS (fetalem Alkoholsyndrom) zu gebären.